Prioritäten neu gesetzt

Törggelen Tag Deluxe

Es gilt Prioritäten zu setzen - oft ist es das Autofahren, das Erlebnis auf 4 Rädern, das Cruisen in phantastischen Kurven, die Kraft der unbändigen PS auf den Asphalt zu bringen - heute setzen wir andere Maßstäbe: heute geht es ums Törggelen.
Das Törggelen ist ein beliebter Südtiroler Brauch, der im Herbst beginnt. Bei wunderbaren Herbstwanderungen kann man in bäuerlichen Schankbetrieben einkehren, und sich mit traditioneller Bauernkost und dazu passend mit neuem Wein oder hausgemachten Säften verwöhnen lassen.
Aus dem lateinischen "torculum" abgeleitet nennt man die Traubenpresse im Südtiroler Volksmund auch heute noch "Torkl" oder "Torggl". Bei eben dieser Torggl verkosteten ursprünglich Bauern und Weinhändler den "Nuien“, also den noch süßen und nicht vollständig vergorenen Wein.
Aber bei allem Törggelen bleibt natürlich auch der Fahrspaß: Zuerst zum Würzjoch - über die Holzbrücken, die klingen wie ein Musikinstrument in einem einmaligen Orchester - weiter zum Grödnerjoch und dann nach Hause - zu hause ist da, wo du Mensch sein kannst - heute beim Trientna in Mühlbach. 

Was für ein herrlicher Fuhrpark

Tag 2 der Törggelen Tour

Boahhhh war das nass heute - ja, das Wetter im Herbst kann in den Südtiroler Dolomiten launisch sein. Ganz anders die Gäste und Piloten - nur gute Laune auf einer ungewöhnlichen Route an Tag 2 der Törggelen Tour. Zeit, einmal den Fuhrpark ein wenig unter die Lupe zu nehmen und abzulichten - aber seht selbst in der Bildergalerie - wirklich schöne Exemplare, die zum Start Richtung Mendelpass aufgebrochen sind.

Über das Hofmahdjoch und Mölten führt der Parcours nach Jenesien - das muss man sich einfach gönnen, die wohl längste Kurve Südtirols - die zieht und zieht und zieht sich - herrlich, diese Fliehkräfte.

Und zum Abschluss über das Penserjoch heim nach Mühlbach - die Sauna und der warme Wellnessbereich ist an solchen Tagen auch nicht zu verachten.

Im kleinste Dorf Italiens

Auf geht's zum Törggelen

Ich dachte ja, ich lebe schon in einem kleinen Kaff – aber von wegen. Mein Dörfchen ist fast 10mal so groß, wie die kleinste Gemeinde Italiens: Fiera di Primiero - ein herrliches Fleckchen Erde. Der Ort liegt in 745 über dem Meeresspiegel an der Mündung des Torrente, nach dem auch das angrenzende Tal benannt ist. Unser kleinster Ort Italiens liegt etwa 15 km südlich von San Martino di Castrozza und 25 Kilometer vom Rollepass entfernt, über den die Straße weiter nach Bozen und Trient führt. Fiera di Primiero ist mit nur 0,15 Quadratkilometern noch kleiner als Atrani an der Amalfiküste – das bringt es immerhin auf 0,2 Kilometer.
Warum ich das so ausführlich beschreibe -na ja, in diesem kleinen Kaff kann man herrlich zu Mittag essen.

Aber der Reihe nach: Unsere Tour heute führt uns über den Valparola Pass, den Falzarego bis nach Aurine. Weiter zum Cerrade, dann dem Rollepass, Valles und San Pellegrino – ein schnelles Wässerchen und dann zu dem Klassiker schlechthin, dem Sellapass.
Nur für die Chroniken der Ewigen Törggelen Bestenlisten: Das Wetter war top, und die Truppe top hoch 10!!!