Unheimlicher Nebel und schiefe Kirchen

Neblig war's wars, und manchmal auch verwunderlich: Ein schiefer Kirchturm und Kurven, die nie enden wollen.
Über Barbian mit der ungewöhnlichen Kirche starten wir Richtung Ritten - der Ritt wird zur echten Handarbeit am Lenkrad. Kurvig geht es runter zur Landeshauptstadt und weiter Richtung Mendelpass. Kennt ihr das Brezerjoch? Die Wenigsten kennen es. Die Straße ist sehr wenig befahren und führt durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. So lässt sie sich bei einer Rundfahrt mit den beiden Pässen Gampenpass und Hofmahd als schöne Alternative zur Abfahrt zum Lago di Santa Giustina befahren. Wir cruisen nach Mölten und Jenesien, nehmen die nimmer aufhörende Kurve und müssen dann über das Penserjoch nach Hause. Schade, aber auch die schönste Tour muss einmal enden. Danke, dass ihr dabei wart, euer Trientna.

Kurbeln und Gas geben

Eine Pause muss man sich verdienen – hat mein alter Klassenlehrer immer gesagt. Also los, jetzt wird gearbeitet.

Morgen machen wir eine Pause, und heute haben wir sie uns wirklich erarbeitet. Da musste reichlich am Lenkrad gekurbelt werden und fahrerisch war einiges wirklich anspruchsvolles dabei.

Wo jetzt der Unterschied zwischen meinem alten Lehrer und dem heutigen „Arbeitstag“ ist? Nun, mein Lehrer war eine Katastrophe und sein Unterricht gähnend langweilig. Der heutige Tag war ein absoluter Traum und alles andere als langweilig. Er war „Hamma“.

Über Kastelruth gings zum Nigerpass, lenken, Gas geben und weiter zum Karerpass – keine Zeit für mehr als ein Mineralwasser am San Pellegrinopass - lenken, Gas geben und weiter zum Rollepass und der kleinsten Gemeinde Italiens. Ihr ahnt es? Richtig! Lenken, Gas geben und weiter zum Pordoipass – das ist zweifelsohne der Pass mit den fahraktivsten Kurven. Meister wir locker und dann: lenken, Gas geben und weiter zum „Ich wünsch mir was – Pass“: Der Sellapass war eigens gebucht von der Tourteilnehmern – und was wäre ein Wunsch, den der Trientna nicht erfüllen kann? 

Schade Schade Schade

Schade, schade, schade, dass so eine Motorsport-Saison in den Südtiroler Dolomiten wirklich bald enden muss. Dabei gäbe es noch so viel zu erkunden und zu entdecken.
Aber nein, 2020 neigt sich dem motorsportlichen Ende und der Schnee naht und macht bald den einen oder anderen Pass unüberquerbar. Also noch einmal schnell los und alles mitnehmen, was noch geht. Das Programm der „Season Ending Tour“ ist vollgepackt.

Tag 1 hat für 17 Mazda mx5, einen Porsche, einen Crosfire und einen Mercedes eine Menge zu bieten: Valparola Pass und weiter zum Falzaregopass. Über den Passo Giau geht’s zum Passo Szaulanza. Mein Highlight, der Passo Duran und die sportliche Fahrt durchs „Valle del Mis“. Der Passo Duran mit 1605 Metern ist zwar nicht besonders hoch, dafür aber touristisch wenig bekannt. Die oftmals recht schmale, kurvenreiche Straße mit langer Wintersperre verbindet auf einer Strecke von 22 Kilometern bei maximal 15 % Steigung Argoro im Val Cordevole mit Dont im Val di Zoldo. Auf der Passhöhe, von der sich ein eindrucksvoller Blick auf den Monte Pelmo, befinden sich zwei Gasthäuser (Rifugio Tomé, Rifugio San Sebastiano).
Die beiden Gasthäuser auf dem Pass stellen ein mögliches Etappenziel auf dem Fernwanderweg von München nach Venedig dar.

Der Passo Aurine, Passo Pordoi und natürlich der „All-Time-Klassiker“ in Form des Passo Sella runden den Fahrtag ab.