Wenn die Rösser in den Krieg ziehen

Na ja, die überschrift klingt marzialischer, als es eigentlich gemeint sein sollte. Doch die heutige Tour führt in eines der Gebiete in den Dolomiten, dass im ersten Weltkrieg wohl am härtesten umkämpft war - aber dazu später mehr.

Erst einmal zu ein wenig Wehmut - wer einmal ein Pferdchen besessen hat, der wird es freiwillig nicht wieder hergeben. Und wer wie der Trientna gleich eine ganze Herde im Stall hat, der trennt sich freiwillig nur ungern. Also ist der letzte Ausritt heute etwas ganz besonderes!

Misurinasee - Passo Giau - Passo Falzarego /auf den kommen wir gleich noch) - Passo Alparola. Das ist das who is who der Dolomiten. Dazu das Würzjoch und ein phantastisches Essen im Cristlà in Untermoi. Was will man mehr? Vielleicht noch ein wenig Geschichte.

Der Falzarego hat nämlich nichgt nur eine herrliche Aussicht - er hat Geschichte geschrieben. Am 23. Mai 1915 erklärte das Königreich Italien dem österreichisch-ungarischen Kaiserreich den Krieg. Das italienische Heer besetzte Cortina und unterbrach damit eine vierhundert Jahre lange Zugehörigkeit zum habsburgischen Reich. Die Berge rund um den Falzarego wurden mit Schützengräben übersäht, die sich über die Gebirgskämme schlängelten. Die Berge des Gebiets Lagazuoi - 5 Torri wurden der Austragungsort eines unerbittlichen Hochgebirgs-Krieges.

Heute haben sich Österreich und Italien wieder lieb und dank ihrer Zusammenarbeit sind nun die italienischen und österreichisch-ungarischen Stellungen auf den Bergen eingehend restauriert worden. So entstand das weitläufigste Museum über den Großen Krieg, bestehend aus den drei Freilichtmuseen von Lagazuoi, 5 Torri und dem Sasso di Stria sowie dem Museum in der Festung Tre Sassi.

Skiing & Boarding
Areas

Warum bin ich nicht in Südtirol geblieben. Warum habe ich mich nicht einfach beim Trientna angemeldet und mich heimlich unter die Mustangs geschlichen. Dann hätte ich heute Sonne den ganzen tag gehabt. Tolle Typen und eine richtig gei.... gute, wollte ich sagen, Tour durch die Dolomiten.

Statt desssen cruise ich auf der Peloponnes und zerlege mein Auto zwischen zwei Olivenbäumen. Jetzt ist wohl erst einmal eine größere Tour fällig und auf dauer brauche ich ein anderes Auto.

Einen Mustag - das wärs. Es gibt wohl kaum einen so großen, so gewaltigen, so leistungsstarken wagen für "überschaubares" geld. Da brauchst noch nicht einmal tunen, um richtig wumms zu haben. Ja, ein Mustang könnte es werden. Und dann wäre ich 2020 dabei.

Dann gäb's keine blöden Olivenbäume sondern herrliche Pässe: Sella Pordoi, Passo Giau, Falzarego - hach das klingt herrlich. Valparola, das Naturschutzgebiet und die Fane Alm. Ja, das hätte ich alles auch gerne erlebt.

Aber da träume ich, das sind vorerst Märchen - so wie eben das von der Fane.

Da geht es um einen handfesten Streit zwischen den aggressiven männlichen Angehörigen des Königshauses und den friedlichen weiblichen. Erstere sind im Bündnis mit dem Volk der Adler, letztere mit dem Volk der Murmeltiere. Die Männer werden immer mächtiger und den Frauen hilf deshalb irgendwann der Zauberer Spina de Mul, das Maultiergerippe. Er heißt so, weil er üblicherweise die Gestalt eines halbverwesten Maultieres annimmt.

Mal ehrlich, habt ihr ihn gesehen auf der Fane Alm?

Von Rechenkünstlern und Kurvenartisten

Heute mal was für die Rechenkünstler unter uns! Man nehme die Anzahl der Ponys. Teile sie durch zwei und erhalte.... Richtig! Die Anzahl der Pässe, die wir heute befahren haben.

Wieviele sind's? Kein Stress beim rechnen. Nirgendwo auf der Welt gibt es auf so engem Raum so viele traumhafte Pässe, wie in den Südtiroler Dolomiten.

Einer ist der Col di Lana - und das ist es ein kleines Wunder, dass es den überhaupt noch gibt. Im ersten Weltkrieg hatten die Italiener die Wahnsinnig schlaue Idee, mit Handbohrer den Berg geräuschlos aufzubehren und mit Sprengstoff zu füllen. So wollten sie die österreichischen Kaiserjäger heim nach Wien jagen. Die wiederum beobachteten die Italo-Krieger und gruben ihrerseits einen Sprengstoff-Tunnel und füllten ihn mit 5 Tonnen Sprenggelatine.

Man ahnt was passierte. Rummmmmmmms.

Auf dem zersprengten Gipfel befindet sich heute eine Kapelle zum Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten. Aus der Kriegszeit sind noch verfallene Schützen- und Laufgräben und einige Barackenreste erhalten.

Mustang AlpenTour

Lasst die Pferde fliegen...

Endlich - losgalloppieren - die Zügel los und frei - was kann schöneres sein, als den Mustang über den Asphalt fliegen zu lassen.

Über Bozen nach Ritten - den Nebel vergessen wir schnell. Weiter ins Sarntal, die alte Bergrennstrecke - der Mendelpass und Penegal. Was für eine tolle Ausssicht nach Bozen. Und nobel gehts weiter - edles Essen, an nichts gespart - sogar Stoffservietten :-) Mit sauberen Händen und sicherem Griff ans Lenkrad weiter zum Gampenpass um danach Meran zu erreichen - schade, nur noch einmal den Jaufenpass und schon wieder daheim.

Sind schon tolle Autos, diese Mustang 6. Musste mich doch glatt etwas einlesen über diese Prachtstücke. Ende 2013 hat Ford die neue Modellgeneration des Mustang vorgestellt. Wie sein Vorgänger auch als Coupé ("Fastback") und als Cabriolet ("Convertible").

PS - reichlich. Automatik auf Wunsch. Aber was für geile Extras: Ein Electronic Line-Lock, ein Assistenzsystem, das den Fahrer bei Burn-outs unterstützt. Als zusätzliches Gimmick projiziert der Mustang GT 5.0 ein galoppierendes Pferd auf die Straße, sobald die Tür geöffnet wird. Hammer - das will ich auch!!!

Was die wenigsten wissen:  Im ersten vollen Verkaufsjahr  wurden in Deutschland 5232 Ford Mustang – davon 1973 als Cabriolet – neu zugelassen. Auf der Liste der meistverkauften Sportwagen führte das Kraftfahrt-Bundesamt den Mustang damit hinter dem Porsche 911 und dem Audi TT auf Rang 3.