Tag 1:

Wir greifen groß an

Nicht kleckern, sondern Klotzen - wenn schon Abschusstour, dann auch richtig. Wiur greifen noch einmal ganz gross an. Zuerst natürlich beim Streckenverlauf - der hat's in sich: Mit dem Monte Zoncolan - dem steilsten Pass Europas. Nur was für schwindelfreie Piloten.

Und dann der San Daniele Schinken zu Mittag in Sauris - wer ihn nicht kennt, hat was falasch gemacht. Der "Prosciutto di San Daniele" ist luftgetrocknet. Er ähnelt im Geschmack und Aussehen dem Parmaschinken. Er ist von rosabräunlicher Farbe mit einer schmalen, weißen Fettschicht, der Geschmack ist aromatisch-süßlich.  Benannt ist der Schinken nach seinem Herkunftsort San Daniele in Friaul. Dort trifft trockener Luft aus den Alpen und feuchtwarme von der Adria - beste voraussetzungen für die Reifung des Schinkens. Große Klasse!

Apropos groß: Natürlich ist auch der Fuhrpark der Abschlusstour "vom Feinsten:  Audi Cabrio, Mercedes SLK, a45 AMG oder BMW M - die Creme de la creme der deutschen Autobauer in Südtiol unterwegs.

Tag 2:
Katastrophen-nicht mit uns

Es ist kalt. Es ist noch ein wenig früh - aber wir sind bester Laune und freuen uns auf einen tag ohne Pannen und Katastrophen - dabei soll die erste Station unserer Tour doch gleich eine Sein, die eben durch eine Katastrophe traurige Berühmtheit erlangt hat. Wir steuern den Vajont-Stausee an - einer, der heute gar keiner mehr ist.

100 Kilometer vor Venedig wurde 1956 eine Staumauer am Fluss Fluss Vajont errichtet. Sie ist durch die „Katastrophe von Longarone“ oder auch "disastro del Vajont" am 9. Oktober 1963 bekannt geworden.

Das Aufstauen des Sees führte zu einem Bergrutsch vom Monte Toc. Der verursachte eine große Flutwelle, die sich über die Mauerkrone in das enge Tal ergoss und das Städtchen Longarone vollständig zerstörte. Bei der Katastrophe starben mehr als 2000 Menschen. Mehr als die Hälfte der Leichen wurde nicht gefunden.


Die Mauer ist heute noch vorhanden, der See wurde allerdings nicht wieder aufgestaut - wir fahren weiter über insgesamt 7 Pässe mit 10.000 Höhenmetern - ein besonderes Highlight sicher der Passo San Boldo. Schaut selbst in der Fotogalerie.

Tag 3:
Die letzten Bilder der Saison

Ihrgedwie ein wenig wehmütig - zum letzten mal prümme ich den Zeigefinder, berühre den Auslöser und schieße eines dieser so geliebten Erinnerungsfotos an eine "Südtirol-Dolomiten-Tour". Die Winterpause naht - schade eigentlich, denn die 2017er Saison war ein Traum - da passt der letzte Tag hervorragend.

Start bei eiskalten Minus 2 Grad - ja, es wird Winter. Man kann es riechen in der Luft. Zwischendurch beachtliche 16 Grand - wenn die Sonne herauskommt sind die Tage am Ende der Saison ein Traum.

Mein persönliches i-Tüpfelchen einer Herbstausfahrt mit phantastischen Begleitern: Die Kaiserjäger Strasse.

Einst Meratorweg genannt, führte ein kleiner Pfad vor Jahrhunderten vom Valsugana zur Hochebene von Lavarone. Maximal ein Pferd nach dem anderen konnte diesen Pfad passieren.

Die heutige Strasse, die wir mit wahrlich viel mehr Pferdestärken passieren, wurde  1911 erbaut - auf einem Weg, den österreichische Kaiserjäger als Kriegsstrasse genutzt hatten.

Noch in den 1960er Jahren war die Straße durch teils sehr enge Kehren schwierig zu befahren. Randsicherungen gab es nicht - tödliche Unfälle waren keine Seltenheit - heute ist sie Asphaltiert und macht Megaaaaa Spass sie zu befahren.

Spaß, ja das hat die Saison 2017 wirklich gemacht. Viele haben schon wieder für 2018 gebucht und wollen die Dolomiten auf Strecken abseits der normalen Touristenrouten erkunden. Die ersten Tourenvorschläge sind schon erarbeitet - 2018 wird ein tolles Jahr für alle Motorsport-Freunde und Südtirol-Liebhaber - auf 2 oder 4 Rädern.

Dolomiten-Abschluss-Tour 2017

Hier erfahrt ihr alles zur Abschlusstour dieses Jahres - Man ging das Tourenprogramm 2017 schnell vorbei. Freut Euch schon jetzt bauf die Klassiker und viele neue Highlights in 2018.